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Vom 2. bis zum 8. Mai waren Peter Banderob, Florian Reimers und Otto Reimers vom Team Eisele dem "Lockruf" des Köhlers gefolgt. Unser Ziel war das Romsdalfjordgebiet, genauer gesagt das Hüttencamp Holmenstranda von Uwe Onken.

Am Freitag abend waren wir da. Unsere Gastgeber Uschi und Gerold begrüßten uns freundlich und sogleich wurden wir in unser Boot und unsere Ausrüstung eingewiesen.

Eigentlich "juckte" es uns schon, gleich eine kurze Abendausfahrt zu machen, aber wir entschlossen uns, die Angelgeräte komplett zu montieren und das Boot einzurichten.

Am Samstag morgen war es denn soweit!!!!!
Schon beim Frühstück konnten wir mit erleben, wie keine 200 Meter von unserem Camp das "Möwenmassaker" einsetzte. Schweinswale, Köhler und Möwen von oben waren damit beschäftigt, einen Heringsschwarm zu dezimieren. Jeder von Euch Anglern, der das schon mal erlebt hat, weiß wie einem das Adrenalin in die Adern schießt. Und das schon beim Frühstück !!!!!

Da war es natürlich hin mit der Ruhe und das Frühstück wurde abgekürzt, was andererseits sehr bedauerlich war, denn die Verpflegung von Uschi warjeden Tag spitzenmäßig.
Doch nun raus zum Fischen.

Das "Möwenmassaker" vor der Tür brachte sogleich die ersten Köhler der kleineren Klasse. Also weiter fahren und ins Wasser schauen (Echolot). An der Engstelle des Roedvenfjordes über 70 Meter Wassertiefe hatten wir große Anzeigen auf 40 Meter und der Erfolg waren viele gute Köhler bis 5,5 Kg.

An den Folgetagen fischten wir überwiegend im Außenbereich des Roedvenfjordes und schraubten die Bestmarke täglich höher: 6, 6,5, 7, und 8 Kg. waren unsere Spitzenreiter.
Der Drill des 8-Kg-Köhlers war schon einsame Klasse, aber wenn wir uns vorstellen, dass im Sommer regelmäßig Fische über 10 Kg. gefangen werden, so muss das vergleichbar sein mit dem Haken einer Lokomotive.

Zwischendurch mal zur Angeltechnik:
Wir fischten mit mittleren Stationärrollen, 0,32 Schnur, Power Selekt Pilker, je nach Drift zwischen 40 und 80 Gramm, und natürlich den entsprechenden Ruten.

Du lässt deinen Pilker ablaufen, entweder bis auf Grund ( bei 80-110 Meter machbar) oder nach Gefühl oder Markierung mit (Edding Permanent Marker) bis auf ca. 60 Meter Wassertiefe und ziehst Ihn zügig ohne Pilkbewegung wieder hoch. Die meisten Fischanzeigen hatten wir auf ca. 40 Meter Wassertiefe und die Bisse kamen wohl auf geschätzt 30 Meter Tiefe.

Nach dem Biss geht der Köhler senkrecht in die Tiefe, und wenn deine Bremse nicht richtig eingestellt ist oder qualitativ nicht richtig einstellbar ist, so ist der Fisch verloren. Bei unserem nächsten Besuch werden wir allerdings die Stationärrollen gegen Multirollen austauschen!
Warum?

Bei den harten Drills zieht sich die Schnur auf dem Spulenkern sehr fest zu und lässt sie beim nächsten Runterlassen nur schwierig und mit Nachhilfe ablaufen.

Die wenigen Grundkontakte, die wir mit unseren Pilkern hatten, brachten einige Dorsche und Schellfische, einen Rotbarsch, einen Baby-Heilbutt und einen Oktopus von ansehbarer Größe, den wir (Gott sei dank, denn ich hatte schon mal vor Jahren auf Zypern näheren Kontakt zu dieser Spezies) außenbords (für beide Parteien günstig) vom voll genommenem Power Selekt Pilker lösen konnten.

Alles in Allem war es ein 1.-Klasse-Angeltrip mit 1.-Klasse- Verpflegung und Betreuung. Dem Köhlerfischen im Romsdalfjordgebiet und dem Hüttencamp Holmenstranda geben wir das Prädikat absolute Weltklasse.


Otto Reimers
Team Dieter Eisele
Petri Heil

   
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